Altusried - ILKA

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Altusried

Windkraft im Allgäu > Adelegg

Naturraum Hohentanner Wald / Adelegg

Weitestgehend unberührte Natur findet sich auf den Höhen und in den Tobeln der Adelegg.
Inmitten der bayerischen und württembergischen Orte Altusried, Buchenberg, Isny und Leutkirch zeigt sich ein unverstelltes Landschaftsbild mit großen Waldbereichen und offenen Bergwiesen.
Dazwischen, in tief eingeschnitten Tälern, fließen Kürnach und Eschach.
Diesen Lebensraum für Menschen und Tiere gilt es auch in Zukunft zu bewahren.

 

2002: Die Idylle bekommt Risse – drei  Windkraftanlagen auf dem  Langenberg  entstehen                   

Auf dem Langenberg im Bereich der Gemeinde Altusried – Kimratshofen stehen bereits drei Windkraftanlagen (WKA) mit 135 m Höhe.
Die Rotoren befinden sich auf  untypischen Gittermasten in freier Landschaft und sind weithin sichtbar.
Die  Anlagen wurden zwischen 2002 und 2005 durch die „Windkraft EW GmbH + Co. KG Langenberg“ erbaut.
Nach vorherigem heftigem Widerstand durch Teile der Bevölkerung und die Mitglieder der „Bürgerinitiative Langenberg“ wurden statt sieben nur drei Anlagen genehmigt.


     Zwei der drei Gittermasten-Windräder auf dem Langenberg

2015: Erneute WKA-Planungen bei Kimratshofen  

Im Herbst 2015 wurden erneut Planungen der Investoren zum Bau von drei rund 230 Meter hohen WKA im Hohentanner Wald zwischen Altusried-Walzlings und LeutkirchSchmidsfelden bekannt,
obwohl den Bürgerinnen und Bürgern 2002 durch die Gemeinde zugesichert wurde, nach dem Bau  der bestehenden Anlagen keine weiteren WKA zu genehmigen.
Nun begann erneut der Einsatz der erstarkten Bürgerinitiative, die sich dem Verein ILKA-Landschaftsschutz Kempter Wald und Allgäu angeschlossen hatte.
Denn: Viele Argumente sprechen gegen die Zerstörung von Landschaft und Natur in dieser herausragenden Bergwald- und Wiesen-Region in und um die Adelegg.

  
                   2015:Blick von Walzlings zum Hohentanner Wald                                       Fotomontage geplanter Windkraftanlagen

Die artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Ferienparks „Center Parcs Allgäu“ brachten 2016 das vorläufige
und hoffentlich endgültige Aus der Windkraft-Planungen im Hohentanner Wald / Adelegg.

Chronik:

1. Private Investoren wollten 2001/02 sieben WKA, 135 m hoch, auf dem Langenberg bei Kimratshofen bauen.
Nach großem Widerstand in der Bevölkerung hat die Gemeinde seinerzeit, für viel Geld, im Flächennutzungsplan der Gesamtgemeinde eine Konzentrationsfläche festgelegt, und im Bebauungsplan „Windkraftanlagen“ die Genehmigung auf den Bau von drei Anlagen reduziert.
Somit widersprechen die neuen Planungen von 2015 den Darstellungen des rechtskräftigen Flächennutzungsplans, da eine Ausweisung an anderer Stelle erfolgt ist.

2. Im Zuge der Genehmigung der drei nun bestehenden WKA bei Kimratshofen wurde damals zugesichert, dass damit keine weitere Windkraftanlagen in der Gemeinde mehr gebaut würden. Der Dorffrieden ist über Jahre erheblich gestört.

3. Im Jahr 2015 sind erneut Planungen für drei 230 m hohe Windkraftanlagen bei Kimratshofen zwischen Walzlings und Schmidsfelden im Hohentanner Wald im Gange, und  werden durch Wendelin Einsiedler und Investoren an den inzwischen neuen Bürgermeister und Gemeinderat von Altusried herangetragen.

4. Die Planungen widersprechen auch dem rechtskräftigen Regionalplan, in dem der Kürnacher- und Hohentanner Wald (Adelegg) als landschaftliches Vorbehaltsgebiet ausgewiesen ist, in dem den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege besonderes Gewicht zukommt.

5. Der Wald ist FFH-/Natura 2000-Gebiet und auf der württembergischen Seite der Adelegg sogar als ein europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Der Naturraum für die Vögel endet jedoch nicht an der Landesgrenze.

6. Besonders geschützte Arten, gemäß Bundesnaturschutzgesetz, befinden sich in unmittelbarer Nähe der geplanten Windräder.

7. Beim Kürnacher- und Hohentanner Wald (Adelegg) handelt es sich um ein vom Landesamt für Umwelt ausgewiesenes Dichtezentrum für den Schwarzstorch und für den Rotmilan.

8. Das Landesamt für Umwelt hat als Ergebnis des aktualisierten Arten- und Biotopschutzprogramms (Stand Januar 2017) u.a. die Ausweisung eines Naturschutzgebietes in der Adelegg (Hohentanner-, Kürnacher- und Buchenberger Wald) empfohlen.

9. Die gigantische Höhe der Anlage von 229,5 Meter (Typ enercon E-141) würde die Landschaft weithin überprägen und wirkte bedrohlich für die Anrainer. Zum Vergleich: der höchste Kirchturm der Welt, das Ulmer Münster, misst 162 Meter, dies entspricht in etwa der Nabenhöhe der geplanten WKA. Der Durchmesser des Rotors ist mit 141 Meter größer als die Windräder am Langenberg bei Kimratshofen insgesamt hoch sind (135 Meter).

10.Unsere schöne Allgäuer Landschaft im Bereich der weitläufigen Adelegg vom Schwarzen Grat bis nach Gschnaidt darf nicht durch 230 Meter hohe WKA mit massiver Fernwirkung verschandelt werden. Die Tierwelt wäre stark beeinträchtigt und der Erholungs- und Wohnwert der Region äußerst belastet.

11. Artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen für Center Parcs Allgäu stoppen die WKAPlanungen.
Die geplanten Windkraftanlagen würden bis auf einige hundert Meter an die Flächen heranreichen, welche im Rahmen der Errichtung des Feriendorfes Center Parcs für artenund naturschutzfachliche Aufwertungen von den bayerischen Staatsforsten im Peterstobel festgelegt wurden. Die Entwicklung und Funktion der artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen (u.a. Einschränkung der waldbaulichen Bewirtschaftung und Entstörung,  Ansiedlung von Baumfalke, Wespenbussard, Rotmilan) wäre durch die WKA gefährdet. Die artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Ferienparks „Center Parcs Allgäu“ brachten damit 2016 das vorläufige und  hoffentlich endgültige Aus der Windkraft-Planungen im Hohentanner Wald / Adelegg.

Anwohner, Naturschützer und die Mitglieder der ILKA -
Initiative Landschaftsschutz Kempter Wald und Allgäu e.V. wehren sich auch weiterhin gegen eine Industrialisierung unserer schönen Allgäuer Landschaft im Bereich der gesamten Adelegg.


                 
Das Gebiet der Adelegg, mit seinen steilen Hängen, Tobeln, Wäldern und Wiesen,
        wurde auf baden-württembergischer Seite als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
                                                Doch Vögel kennen keine Ländergrenzen.

Download Flyer Adelegg FFH Vogelschutzgebiet

Download: Managementplan für das Vogelschutzgebiet 8226-441 »Adelegg« und das FFH-Gebiet 8326-341 »Adelegg«




 
 
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